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Präventionsarbeit in der Pfarrei St. Sebald

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen liegt uns am Herzen. Deshalb haben wir ein Schutzkonzept erarbeitet, welches einen Verhaltenskodex beinhaltet, ebenso aber verschiedene Wege des Feedbacks oder für mögliche Beschwerden aufzeigt. Das komplette Schutzkonzept finden Sie hier.

 

AUSZUG AUS DEM SCHUTZKONZEPT:

Verhaltenskodex

Die Katholische Pfarrgemeinde St. Sebald, Schwabach als Organisation und die haupt- und nebenberuflich sowie ehrenamtlich Tätigen übernehmen in vielfacher Weise Verantwortung für die ihnen anvertrauten Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen. Im Geiste des Evangeliums verpflichten sie sich, ihnen einen sicheren Raum zu bieten, in dem menschliche und geistliche Entwicklung gefördert, die menschliche Würde und Integrität geachtet und eine Kultur der Achtsamkeit gelebt wird. Gemeinsam treten alle entschieden dafür ein, Minderjährige und schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene vor Übergriffen, grenzverletzendem Verhalten und sexualisierter Gewalt zu schützen. Jede in der Pfarrei tätige Person verpflichtet sich zu nachfolgendem Verhaltenskodex:

  1. Ich fördere ein Klima der Offenheit und Transparenz und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Mitarbeitenden als Grundlage für ein achtsames, wertschätzendes und angstfreies Miteinander.
  2. Ich achte Persönlichkeit, Würde und Rechte von Minderjährigen, schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen und aller haupt- und nebenberuflich sowie ehrenamtlich Tätigen. Meine Arbeit mit ihnen und innerhalb der Teams ist von Respekt, Wertschätzung und Vertrauen geprägt.
  3. Ich unterstütze Minderjährige und schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene in ihrer Entwicklung zu und ihrem Bedürfnis nach einer eigenverantwortlichen, glaubens- und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Ich stärke und unterstütze sie, für ihr Recht auf seelische und körperliche Unversehrtheit und ihr Recht auf Hilfe wirksam einzutreten.
  4. Ich gehe achtsam mit Nähe und Distanz um und respektiere die Intimsphäre und die persönlichen Grenzen der mir anvertrauten Menschen und der Mitarbeitenden. Mit meinen eigenen Grenzen gehe ich verantwortungsvoll um.
  5. Ich bemühe mich, jede Form persönlicher Grenzverletzung bewusst wahrzunehmen und die notwendigen und angemessenen Maßnahmen zum Schutz der jeweils Betroffenen einzuleiten. Ich beziehe gegen diskriminierendes, gewalttätiges und sexistisches Verhalten, ob in Wort oder Tat, aktiv Stellung.
  6. Ich höre zu, wenn mir die mir anvertrauten Menschen oder Mitarbeitende verständlich machen möchten, dass ihnen durch andere psychische, geistliche, körperliche oder sexualisierte Gewalt angetan wird.
  7. Ich bin mir meiner besonderen Vertrauens- und Autoritätsstellung gegenüber Minderjährigen, schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen und Mitarbeitenden bewusst und handle nachvollziehbar und ehrlich. Ich nutze keine daraus entstehenden Abhängigkeiten aus.
  8. Ich beachte die oben genannten Punkte auch im Umgang mit Medien sowie bei der Nutzung von Social Media, Mobilgeräten und Internet.
  9. Ich bin mir bewusst, dass finanzielle Zuwendungen, Belohnungen, Geschenke und Bevorzugungen, die nur ausgewählten Personen zuteilwerden, deren emotionale Abhängigkeit fördern und deshalb nicht erlaubt sind.
  10. Ich nehme an verpflichtenden Schulungen (soweit vorgesehen) im Rahmen der Ausführungsbestimmungen zur Ordnung zur Prävention von sexualisierter Gewalt an Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen im Bereich der Diözese Eichstätt teil und setze diese konsequent um.
  11. Ich nehme jeden Verdacht auf sexuelle Übergriffe und sexuellen Missbrauch ernst und handle unverzüglich und konsequent entsprechend der Ordnung für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger und schutz- oder hilfebedürftiger Erwachsener durch Beschäftigte im kirchlichen Dienst (Interventionsordnung).
  12. Ich habe den Notfallplan der Diözese Eichstätt zum Verfahren bei kritischen Situationen erhalten und bin mir meiner Meldepflicht bei Hinweisen auf grenzverletzendes Verhalten, sexuelle Übergriffe oder Straftaten bewusst.

Dieser Verhaltenskodex ist verpflichtend für alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, die, in welcher Form auch immer, im Auftrag unserer Pfarrgemeinde und in ihrem Dienst tätig werden. Ihnen allen ist der Kodex in schriftlicher Form auszuhändigen. Der Erhalt ist mit ihrer Unterschrift zu bestätigen. Die entsprechenden Bestätigungen werden im Pfarramt aufbewahrt.

Vertrauenspersonen/Beschwerdewege

Für unsere Pfarrei stehen vier unabhängige Vertrauenspersonen zur Verfügung. Diese fungieren als Ansprechpartner vor Ort:

Herr Stefan Bonauer

Frau Anne Einzinger

Frau Romana Geißler

Herr Florian Walter

Diese sind unter der folgenden Mailadresse, welche in allen öffentlich zugänglichen Gebäuden der Pfarrei per Aushang bekanntgegeben wird, erreichbar:

vertrauenspersonen.schwabach@gmx.de

 

Feedback-Briefkasten

In der Kirche St. Sebald wird ein Feedback-Briefkasten installiert. Die Schlüssel für diesen Briefkasten verwalten die unabhängigen Vertrauenspersonen. Sie werden den Briefkasten wöchentlich auf Inhalt überprüfen und diesen ggf. an die zuständigen Stellen weiterleiten.

 

Externe Stellen:

(Anonyme Beratungsstellen)

  • Kinder- und Jugendtelefon: Nummer gegen Kummer, Tel. 116 111 oder 0800 111 0 333
  • Wildwasser Nürnberg e.V.: www.wildwasser-nuernberg.de; Tel. 0911 331 330
  • Weißer Ring e.V. www.weisser-ring.de
  • Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen: Tel. 0941 24 171
  • Notruf Amberg SkF: Tel. 09621 2 22 00
  • MiM. Münchner Informationszentrum für Männer: Tel. 089 543 9556;
  • Präventionshotline der Diözese Eichstätt: Tel. 08421 50 500

 

Notfallplan der Diözese Eichstätt

Die Präventionskampagne hat das Ziel, Übergriffe oder Fehlverhalten zu verhindern. Leider lässt sich dies nie hundertprozentig sicherstellen. Im Folgenden finden Sie konkrete Vorgaben, wie Sie sich im Falle eines Falles verhalten.

Es ist absolut notwendig, dass Sie sich strikt an die nachfolgenden verbindlichen Regelungen halten:

  • um den Schutz der Opfer zu gewährleisten.
  • um sicherzustellen, dass niemand im Schock über die Konfrontation mit Taten aus dem Bereich der sexualisierten Gewalt unangemessen reagiert.
  • um Fehler zu vermeiden, die eine spätere Strafverfolgung erschweren bzw. den Verdacht der Vertuschung aufkommen lassen.

 

Opferschutz steht an oberster Stelle

Sie stehen auf der Seite der Opfer. Immer. Das Opfer und seine Bedürfnisse sind für Sie von Vorrang. Bedenken Sie, dass Opfer durch das Erlebte schwer traumatisiert sind und manchmal vor sich selbst und vorschnellen Anliegen wie dem Auftreten in der Öffentlichkeit bewahrt werden müssen.

 

Balance zwischen Diskretion und Handeln

Die Identität des Opfers muss geschützt werden. Es geht um den Personenschutz aller

Beteiligten. Kommunizieren Sie weder Opferdaten noch Täterdaten oder Details zum Tathergang nach außen. Verweisen Sie bei Nachfragen von extern an die diözesanen Präventionsbeauftragten bzw. die diözesane Pressestelle. Gleichzeitig müssen Hilfsmaßnahmen für das Opfer und Maßnahmen zur Beendigung der Tätlichkeiten starten. Hier gilt es die richtige Balance zu wahren.

 

Beziehen Sie dazu unbedingt sofort unsere Fachkräfte unter der diözesaneigenen Hotline mit ein: 08421 / 50 500.

 

Vermutung oder Verdacht?

In der Präventionsarbeit wird zwischen Vermutung und Verdacht unterschieden. Eine Vermutung ergibt sich aus unklaren Äußerungen und uneindeutigen Beobachtungen. Bei einem Verdacht liegen konkrete Hinweise auf ein Vergehen vor, wie die Beschreibung von Übergriffen oder der Bericht von Dritten.

 

Wie muss ich mich verhalten?

Sowohl bei Vermutungen als auch bei einem Verdacht handelt es sich um schwerwiegende Anschuldigungen mit Konsequenzen für die Opfer ebenso wie für die Beschuldigten. Dies zu beurteilen liegt nicht in Ihrem Ermessen. Wenden Sie sich daher in jedem Fall an die Fachleute unserer Diözese unter der Hotline 08421 / 50 500, ganz gleich, aus welchem Umfeld der oder die Beschuldigte kommt (kirchlich oder privat).

 

Notfallplan: Zuhören - Dokumentieren - Telefonieren

Zuhören

Hören Sie dem Opfer oder der Person, die Ihnen von einer Vermutung berichtet oder einen konkreten Verdacht äußert, aufmerksam zu. Spielen Sie nichts herunter. Behandeln sie das Gespräch vertraulich, aber machen Sie deutlich, dass Sie Unterstützung holen müssen. Informieren Sie das Opfer über Ihr weiteres Vorgehen (siehe nächste Punkte).

Dokumentieren

In jedem Fall müssen Sie alles schriftlich und zeitnah dokumentieren, mit Zeit und Ortsangabe versehen, was Sie gehört oder gesehen haben bzw. was Ihnen berichtet wurde. Bewahren Sie diese Dokumente sorgfältig auf.

Telefonieren: Wenden Sie sich sofort an die diözesanen Fachleute unter der Hotline 08421 / 50 500.

Wenden Sie sich sofort nach dem Gespräch mit dem Opfer bzw. den betroffenen Informanten an unsere Fachleute unter der Hotline 08421 / 50 500. Dort werden Sie beraten und unterstützt, welche Schritte als nächstes sinnvoll sind, welche externen Stellen informiert werden müssen und was sonst weiter getan werden muss und kann.

Dazu kann auch die Information über die zeitnahe und rechtsmedizinisch fundierte Beweismittelsicherung gehören.

 

Das sollten Sie auf keinen Fall tun:

  • Stellen Sie keine eigenen Nachforschungen an.
  • Kontaktieren Sie auf keinen Fall den oder die Beschuldigte/n.
  • Ziehen Sie niemanden aus Ihrem privaten oder dienstlichen Umfeld ins Vertrauen, weil Sie die Wahrheit sortieren müssen oder selbst unter Schock stehen.

 

Weitere Kontaktdaten zu den diözesanen Fachleuten finden Sie hier.

Gottesdienstzeiten

Sonntagsmessen in Schwabach

St. Sebald 9.00 Uhr
St. Peter und Paul 10.00 Uhr und 19.00 Uhr
St. Sebald 10.30 Uhr
Eichwasen 10.30 Uhr (in den Sommerferien geschlossen)

Beichtgelegenheit

St. Sebald: Samstag 15.30 bis 16.30 Uhr Gelegenheit zum Seelsorgegespräch und zur Beichte

Anbetungszeit in Schwabach/St. Peter und Paul

Freitag 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr, außer an kirchlichen Feiertagen